Tauchstation - Dein Leseclub zum Abtauchen. Für alle von 15 bis 25Lesen ist dein liebstes Hobby. Aber in letzter Zeit sind dir die Bücher, die auf deiner
For You-Page auftauchen, ein bisschen zu gleichförmig. Du sehnst dich nach etwas Neuem. Es muss gar nicht völlig neu sein, aber so ein bisschen anders, das wäre super.Dann bist du bei der Tauchstation genau richtig! Beim neuen Leseclub des Niederrheinischen Literaturhauses und der drei Krefelder Buchhandlungen
Der andere Buchladen,
Rheinschmökern und
Mennenöh stellen wir dir neuen Lesestoff vor, der ein bisschen anders ist.
Aber du wirst natürlich auch selbst aktiv: Bei den Treffen tauschen wir uns über die vorgestellten Titel und unsere Leseerfahrungen aus. Am Ende jedes Treffens stimmen wir über unseren Favoriten ab. Und am Ende des Jahres entscheiden wir, welche:r Autor:in oder Übersetzer:in zu einer öffentlichen Lesung nach Krefeld eingeladen wird.
Hier findest du die Termine und weitere Infos:
https://nlh-krefeld.de/projekt-reihen-2026/tauchstation-2026/Jarka Kubsova: "Im Licht des neuen Tages"
Dienstag, 13. Oktober 2026, 19.30 Uhr im Glasfoyer, Theater Krefeld, Theaterplatz
In Kooperation mit dem Theater Krefeld
13,50 € (regulär), 9,50 € (ermäßigt)
Vorverkauf Theater KrefeldJarka Kubsova, geboren 1977 in Pilsen in der Tschechoslowakei, gelernte Krankenschwester, studierte Sozialökonomie und Soziologie in Hamburg. Nach Tätigkeit als Journalistin und Ghostwriterin war sie mit ihrem Debüt "Bergland" über das harte Leben vor allem der Frauen auf Südtiroler Bergbauerhöfen, für das sie 7 Monate auf einem lebte und arbeitete, 2021 auf der Jahresbestsellerliste. In "Marschlande", das 2023 für das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen nominiert war und auch am Theater inszeniert wurde, schildert sie die Geschichte der Bäuerin Abelke Bleken, die im 16. Jahrhundert Opfer der Hexenverbrennung wurde.
In ihrem Ende August 2026 erscheinenden Roman "Im Licht des neuen Tages" behandelt sie wieder die sozialen und politischen Hintergründe, die zu tragischen Schicksalen solcher Frauen führten. Eine Schriftstellerin, deren Leben an das der Autorin erinnert, reist auf der Suche nach sich selbst in die fremde Heimat, aus dem sie selbst als Kind geflohen ist. Tief im märchenhaften böhmischen Wald verschränken sich die Schicksale zweier mutiger Frauen. Als Elli Hajek sich zum Schreiben in ein abgelegenes Haus zurückzieht, erinnert sie sich an eine Figur, von der ihr einst ihre tschechische Großmutter erzählte: Viktorka, die junge Frau, die nach einem traumatisierenden Erlebnis für wahnsinnig erklärt wurde und fortan allein im böhmischen Wald lebte. Als Elli erfährt, dass Viktorka wirklich existierte, will sie mehr erfahren – doch tief im Wald, zwischen leuchtendem Farn und reißendem Fluss, wartet eine andere Aufgabe auf sie: Bevor sie die Wahrheit über Viktorka erfährt, muss Elli sich ihrer eigenen verdrängten Geschichte stellen.»Vielleicht war der Wald nicht bloß eine Zuflucht. Vielleicht war er ein Ort, an dem sie endlich frei sein konnte.
Vera Nentwich: Fadenscheinig / Aufgetrennt
Donnerstag, 12. November 2026, 19 Uhr in der Mediothek Krefeld, Theatplatz 2
In Kooperation mit der Mediothek Krefeld
Vorverkauf: Der andere Buchladen, Dionysiusstraße 7, lesung@der-andere-buchladen-krefeld.de
Eintritt: 10 € (regulär), 8 € (ermäßigt)
Lutz Weber und Kasper Wozniak ermitteln in der Krefelder SüdstadtFadenscheinigArthur Schmid war ein unaufälliger Mann, stiller Stammgast im Café Südeck, ein Nachbar, den kaum jemand kannte. Als er eines Morgens tot in seiner Wohnung gefunden wird, sieht Kommissarin Baumgart keinen Grund zur Aufregung. Herzversagen. Ende der Geschichte. Doch für den pensionierten Krawattendesigner Lutz Weber (71) ist das erst der Anfang. Gemeinsam mit dem 20-jährigen Kasper Wozniak, der eigentlich nur für seinen Lifestyle-Kanal fotografieren wollte, begibt er sich auf Spurensuche in den Straßen der Südstadt. Was sie finden, ist mehr als ein stiller Tod: Fragen, die niemand gestellt hat, Nachbarn, die schweigen, und Spuren, die tiefer führen als erwartet. Je tiefer das ungleiche Duo gräbt, desto klarer wird: In Krefeld-Südstadt liegt einiges im Argen. Und der Faden, dem sie folgen, ist alles andere als fadenscheinig.AufgetrenntIngrid Pawlak, pensionierte Lehrerin und im Viertel für ihre Herzlichkeit bekannt, wird beim SpätMAAT in der Alten Samtweberei tot aufgefunden, getötet mit einer geerbten Stickschere. Was wie ein tragischer Einzelfall wirkt, ist für den pensionierten Krawattendesigner Lutz Weber (71) erst der Anfang. Gemeinsam mit Kasper Wozniak, der inzwischen bei ihm eingezogen ist, begibt er sich erneut auf Spurensuche in den Straßen der Südstadt. Zwischen einer verschwiegenen Bekanntschaft, einem Mann, der Ingrid offenbar nie ganz losgelassen hat, und einer Familie mit eigenen Rissen wird schnell klar: Manches, was einmal zusammengehalten schien, war nie wirklich fest genäht. Und was einmal aufgetrennt ist, lässt sich nicht so einfach wieder zusammenfügen.
Vera Nentwich, geboren im wohl besten Weinjahr des letzten Jahrhunderts, ist Autorin, Mitglied der „Mörderische Schwestern e.V., Kabarettistin und mit Tamara Leonhard Produzentin des Podcasts „Die Zwei von der Talkstelle – Gespräche aus der Buchbubble“. Ihre Krefeld-Krimis erscheinen August und Oktober 2026.
Kaleb Erdmann: Die Ausweichschule
Donnerstag, 19. November 2026, 19 Uhr VHS Krefeld
In Kooperation mit der VHS Krefeld
Eintritt: 14 €,
Karten und Vorverkauf VHSAm letzten Tag der Abiturprüfungen im Jahr 2002 fallen Schüsse im Erfurter Gutenberg-Gymnasium. Unser Erzähler erlebt diesen Tag als 11-Jähriger, wird mit seinen Mitschülern evakuiert und registriert in den folgenden Wochen die Hilflosigkeit der Erwachsenen im Angesicht dieser Tat. Mehr als zwanzig Jahre später bricht das Ereignis völlig unerwartet erneut in sein Leben ein und löst eine obsessive Beschäftigung mit dem Sujet aus, die in ein Romanprojekt mündet. Kaleb Erdmanns Reportageroman "Die Ausweichschule" ist ein Spiel mit Perspektiven, bei dem wir den Autor und Ich-Erzähler erleben, wie er seine Erinnerungen auf ihren Wahrheitsgehalt abklopft und reflektiert, ob er als Überlebender das Recht hat, über diesen Tag in der Kunstform des Romans zu schreiben.
Kaleb Erdmann, Jahrgang 1991, studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, sowie Politikwissenschaften und Politische Theorie in München und Frankfurt am Main. Er war Finalist des open mike, wurde für sein Theaterstück "Unten" für den Retzhofer Dramapreis nominiert und war als Autor und Redakteur Teil verschiedener Fernseh- und Unterhaltungsformate. Sein erster Roman "wir sind pioniere" wurde mit dem Debütpreis der LitCologne ausgezeichnet. Erdmann schrieb für das Berliner Ensemble das Stück "Always Carrey On" über den Schauspieler Jim Carrey und gewann zuletzt für sein Theaterstück "Debritz", das am 24.6. am Karlsruher Staatstheater uraufgeführt wurde, den Kleist-Förderpreis für neue Dramatik 2026. An diesem Abend liest Erdmann aus "Die Ausweichschule" (Shortlist Deutscher Buchpreis 2025) und gibt im Gespräch mit Literaturwissenschaftlerin Christina Schulte u.a. Einblicke in seine Arbeitsprozesse als - wie er sich selbst nennt - Textproduzent.
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